AEGISUB-TAGS


Die Tags werden einfach in geschwungenen Klammern { } dort in der Zeile eingesetzt ab wo deren Wirkung eingesetzt werden soll (außer den 2-3 Zeilenumbruch-Tags, die brauchen keine Klammern). Die übliche Position ist gleich am Anfang der Zeile.
Aegisub hat mehrere Modi in denen die Tags wegeblendet werden, oder so eine Sonne zu sehen ist. Wenn das der Fall ist, oben in der Leiste die Taste {\t} durchklicken, bis der sichtbare Modus da ist.

Die neuen Mod-Tags haben einen grünen Hintergrund. Da diese zu einem modifizierten VSFilter gehören, muss man diesen erst herunterladen: VSFilterMod.zip, entpacken und in den selben Aegisub-Unterordner packen wo auch der alte VSFilter ist, also normalerweise Aegisub\csri.
Um Aegisub anzuweisen dass es ihn benutzt, geht man unter Ansicht->Einstellungen->Video->Untertitel-Provider. Da wählt man den VSFilterMod aus, und schon kann man die Tags in Aesgisub benutzen. Sie sind nicht so sauber programmiert wie die offiziellen Aegisub-Tags, also nutzen nach Bedarf.
Um die Aegisub-Datei mit diesen Tags einzubrennen, muss man die oberste Zeile der zum Brennen benutzten .avs-Datei umändern in
LoadPlugin("AEGISUBPFAD\csri\VSFilterMod.dll")
Auch alle anderen VSFilter-Funktionen haben ein zusätzliches Mod im Namen, also eine kleine Veränderung auch in dieser Zeile:
TextSubMod("Untertiteldatei.ass")
\N Erzwingt einen Zeilenumbruch
\q<0-3> Art des automatischen Zeilenumbruch: 0 bricht die Zeile so dass obere länger, 3 bricht so dass untere länger (1 und 2 noch nie benutzt). Man braucht den Tag eigentlich nicht, denn bei jeder der Arten muss man doch selber mit \N nachhelfen.
\n Gewisser 'sanfter' Zeilenumbruch. Funktioniert nur wenn wenn Umbruchart \q2 gewählt ist (hab nie benutzt)
\h Erzwingt ein Leerzeichen. Angeblich zu benutzen wenn man mehrere Leerzeichen hintereinander haben will, aber habe selber dazu nie gebraucht, denn meine mehrfachen Leerzeichen wurden immer akzeptiert.
\i<0/1> kursive (italic) Schrift mit \i1 einschalten und mit \i0 ausschalten. Benutzt man es für einen bestimmten Zeilentyp sollte man es lieber im Style-Editor setzen, statt in jeder Zeile per Hand reinzusetzen. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\b<0/1> fette (bold) Schrift mit \b1 einschalten und mit \b0 ausschalten. Benutzt man es für einen bestimmten Zeilentyp sollte man es lieber im Style-Editor setzen, statt in jeder Zeile per Hand reinzusetzen. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\u<0/1> Wörter unterstreichen (underline) Mit \u1 starten und mit \u0 beenden. Auch dafür gibt es über dem Text-Eingabe-Feld eine Taste.
\s<0/1> Wörter durchstreichen (strikeout). Mit \s1 starten und mit \s0 beenden. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\bord<Zahl> Die Stärke der Umrandung (border) setzen, ab 0 (eine Dezimalstelleerlaubt, zB 0.5).
\xbord<Zahl>
Die Stärke der Umrandung nur in die Breite strecken (NUR die Umrandung). Ein neues Tag, für neue Aegisub & VobSub-Versionen (ab VSFilter2.3, aber noch experimentell)
\ybord<Zahl> Das selbe wie \xbord, nur in Höhe gestreckt.
\shad<Zahl> Die Zahl bestimmt wie weit vom Wort der Schatten versetzt wird.
\xshad<Zahl> Die Stärke des Schattens wird nur horizontal verändert.
\yshad<Zahl> Die Stärke des Schattens wird nur vertikal verändert.
\be<0/Zahl> Die Kanten verwischen (Blur edges). Die Kanten werden sanfter. Falls die Kanten aber schon mit \bord auf 0 gesetzt wurden, wirkt das \be auf das Buchstabeninnere. Unter Automation->Add blur edges kann man es in viele Zeilen aufeinmal setzen (die vorher markiert wurden)
\blur <Zahl>
Ähnlicher Effekt wie bei \be, das verwischen soll aber gleichmässiger sein. Außerdem kann man hier auch rationale Zahlen einsetzen (mit Punkt statt Komma).
\fn<Name> Font auswählen (Fontname). Da man nie im Leben die Fontnamen auswendig kann, macht man dies lieber über den Font-Knopf in der Oberleiste, oder im Style-Editor. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\r<Name> Hiermit wechselt man nicht nur den Font, sondern gleich den ganzen Style. Den alten Style stellt man her einfach indem man den Namen weglässt, also mit \r.
Zum Bsp: text1 {\rDenken} text2 {\r} text3.
Hier wird text1 und text3 im üblichen Zeilenstyle geschrieben, welcher es auch ist, und text2 wird im Style Denken geschrieben, vorausgesetzt natürlich du hast so einen.
\fs<Zahl> Fontgrösse auswählen (Fontsize). Benutze ich wenn mal etwas grösser geschrieben wird, oder wenn mein Text auf dem Bildschirm knapp nicht mehr in 2 Zeilen passt. Dann setze ich die Größe um 1 oder 2 Nummern kleiner, dann passt es. Bei mehr fällt der Unterschied auf, also sollte man dann lieber die Zeile aufteilen, oder den Text kürzer umschreiben. Man kann es innerhalb der \fn-Taste über dem Text-Eingabe-Feld verändern.
\fscx<Prozent> Stauchen der Schrift horizontal auf Prozent (0-100). Bei mehr als 100 wird die Schrift breiter. Kann man auch im Style-Editor setzen.
\fscy<Prozent> Stauchen der Schrift vertikal auf Prozent (0-100). Bei mehr als 100 wird die Schrift höher. Kann man auch im Style-Editor setzen.
\fsc<Prozent> Ein Tag der Mod-Familie. Verbindet die beiden \fscx und \fscy Tags zu einem. Kombinierbar mit /t.
\fsp<Zahl> Den Abstand zwischen den Buchstaben vergrössern.
\fsvp<Pixel> Ein Tag der Mod-Familie. Hebt/senkt den Text um die Pixel-Anzahl. Kombinierbar mit /t.
\frs<Winkel> Ein Tag der Mod-Familie. Kippt die Buchtaben einzeln (nicht als Zeile) um den Winkel. Um Buchstaben senkrecht untereinander zu schreiben: \frs90\frz90. Kombinierbar mit /t.
\an<Zahl> Alignment Numpad. Gibt an an welcher Ecke der Untertitel die Position orientiert wird. Die Zahl orientiert sich am Numpad-Zahlenblock an der linken Seite der Tastatur. 1 ist unten links, 2 unten mitte, 5 genau Mitte, 6 Mitte rechts... bis 9 Ecke oben rechts. Kann man auch im Style-Editor festlegen. Normal steht er auf 2, da die Untertitel normalerweise unten mittig im Bild liegen. Den Effekt sieht man am besten, wenn man nachdem setzen des \an-Tags den Kreuzfaden zur Positionierung benutzt. Dieses Tag bestimmt auch unten bei den Rotationen um welche Achse sich die Untertitel drehen.
\a<Zahl> Alignment. Die alte Version von \an, bei dem die Nummerierung aber etwas durcheinander ist. Während die Veränderung des \an die Position nur leicht verändert, positioniert \a die Untertitel in Ecken des ganzen Bildschirms (welche Zahl wo, ausprobieren). Ein altes Tag aus den ssa-Zeiten, aber da wir hier das Positions-Tag \pos haben, ist das \a zu vergessen.
\frx<Grad> Die Schrift wird an der x-Achse um den Grad gedreht. Welche Seite der Zeile als Achse benutzt wird wird durch den Alignmen-Tag \an bestimmt.
\fry<Grad> Die Schrift wird an der y-Achse um den Grad gedreht. Welche Seite der Zeile als Achse benutzt wird wird durch den Alignmen-Tag \an bestimmt.
\frz<Grad> Die Schrift wird an der z-Achse um den Grad gedreht (Die Zeile behält Breite und Länge, wird nur erschrägt). Diesen Effekt nutze ich für Schilder in Animes, z.B Krankenhausschilder und ähnliches, die etwas schräg stehen, oder senkrecht.
\z<Zahl> Tag der Mod-Familie. Setzt die z-Koordinate. Wirklich sichtbar nur in Komobnation mit den \frx und \fry Tags. Kombinierbar mit \t.
\org(<x>,<y>) Setzt den Rotationsmittelpunkt für die obigen Rotationen, solange diese außerhalb des Textes liegen (sonst reicht der \an Tag). Hat man z.Bsp ein drehendes Rulette, setzt man den in die Mitte des Roulettes und die Worte drehen sich herum, der Radius wird durch die ursprüngliche Entfernfung vom Mittelpunkt bestimmt.
\fax<Faktor> Dieses Tag soll verändert die Perspektive (horizontal). Es lässt die Schrift schräg kippen, wie bei der Kursivschrift, bloß dass man hiermit auch den Winkel bestimmen kann.
\fay<Faktor> Das selbe wie \fax, nur vertikal.
\fe<Zahl> Bestimmt den Zeichensatz, wenn man japanische Schriftzeichen, oder was weiss ich schwedische benutzen möchte. Welcher Schiftsatz welche Zahl benötigt, findet man im Style-Editor.
\rnd<Pixel>
\rndx<Pixel>
\rndy<Pixel>
\rndz<Pixel>
Tags der Mod-Familie. Die Rand-Punkte werden um die angebenen Pixel zufällig verschoben. bei \rnd in alle Koordinaten-Richtungen, bei den anderen nur in der speziellen. Das Ergebnis sieht wie ein zerquetschtes Wort aus, desto mehr je größer das Argument. Kombinierbar mit /t.


TAGS MIT HEXADEZIMALWERTEN (FARBE & DURCHSICHTIGKEITS-TAGS)


Hier werden statt Dezimalzahlen Hexidezimalzahlen benutzt. Statt den 10 Ziffern 0..9 haben wir hier 16 Ziffern: 0..9,A(=10)...F(=15).
Da wir hier mit zweistelligen Zahlen arbeiten, braucht man nur zu wissen dass
(kleinste=) 00 < 11 < ... < 88 < 99 < AA < BB < CC < DD < EE < FF(=größte)
Argumente für Farben bestehen aus 3 Hexadezimalzahlen (die erste für rot-Anteil, zweite für grün-Anteil und dritte für blau-Anteil), womit das eine 6-stellige Zahl ergibt. So ist ff0000 rot, 00ff00 grün, 0000ff blau, 000000 schwarz, ffffff weiß.
Die anderen Farben kann man sich nicht merken, so daß man da über die Color-Tasten überm Eingabe-Feld zu Farbtabelle kommt, wo man die Farbe auswählt und die entsprechende Zahl wird gesetzt.
\c&H<bbggrr>& Setzen der Primärfarbe (die innere Farbe des Buchstaben). Style-Editor. Über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür. Oder man setzt die Farbe im Style-Editor.
\1c&H<bbggrr>& Die selbe Wirkung (Primärfarbe)
\2c&H<bbggrr>& Setzt die Sekundärfarbe (nur sichtbar bei Karaoke-Effekten). Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\3c&H<bbggrr>& Setzt die Farbe der Umrandung. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\4c&H<bbggrr>& Setzt die Farbe des Schattens. Auch über dem Text-Eingabe-Feld gibt es eine Taste dafür.
\$vc(<obenlinks,obenrechts,
untenlinks,untenrechts)>
)
Tag der Mod-Familie. Bewirkt das selbe wie die Gradient-Automation, hier gleich in einem Tag. Für die 4 Ecken setzt man je eine Farbe, und das Buchtabeninnere hat einen gleichmäßigen verlauf dieser Farben. (Bild kommt noch.) Kombinierbar mit /t. Beansprucht den Prozessor, also dauert um erstellt zu werden, auch beim öffnen der .ass-Datei.
\alpha&H<aa>& Setzt die Durchsichtigkeit der Zeile. Hierfür braucht man nur zwei Ziffern. Hierfür zu wählen: (volle Stärke=) 00 < 11 < ... < 99 < AA < BB < ... < FF (=unsichtbar). Diese reichen aus.
\1a&H<aa>& Setzt nur die Durchsichtigkeit des Buchstabeninneres
\2a&H<aa>& Setzt nur die Durchsichtigkeit der sekundären Karaokefarbe
\3a&H<aa>& Setzt nur die Durchsichtigkeit der Umrandung
\4a&H<aa>& Setzt nur die Durchsichtigkeit des Schattens
\$va(<obenlinks,obenrechts,
untenlinks,untenrechts)>
)
Tag der Mod-Familie. Bewirkt einen ähnlichen graduellen Verlauf wie bei \vc, hier aber nicht bei Farben, sondern bei Durchsichtigkeiten (Bild kommt noch.) Kombinierbar mit /t.


TAGS MIT MEHREREN ARGUMENTEN (EFFECT & KARAOKE-TAGS)


\pos(<x>,<y>) Zeilenposition im Bild (je nach dem Alignment \an). Die x und y Koordinaten dürfen auch negative Zahlen sein, oder auch Werte außerhalb des Formats. Für Werte innerhalb des Bildes reicht es einfach ins Video-Fenster zu klicken, aber Werte die außerhalb des Bildes liegen muss man per Hand nachtragen, z.Bsp. wenn die Zeile halb aus dem Bild liegen soll. Statt zu tippen, kann man den Cursor über das Video-Fenster und mit einem Doppelklick positionieren, ODER man aktiviert links neben dem Video-Fenster das drag subtitles-Feld (blaues Kreuz) und kann das Rechteck einfach ziehen.

\move(<x1>,<y1>, . <x2>,<y2>)

Zeilenbewegung während der ganzen Zeilendauer, zwischen den Punkten (x1,y1) und (x2,y2). Manuell ist das zwar machbar, aber das drag subtitles-Feld links neben dem Video Fenster macht alles einfacher. Im Unterschied zu \pos, muss man für \move noch auf den blauen Pfeil unterm Video-Fenster klicken, wodurch es zu einem roten Zeichen wird. Jetzt erscheint zum Rechteck auch noch ein Kreis. Mit dem Rechteck setzen wir die Anfangsposition, spielen mit der Play-Taste bis zum Ende der Untertitel und mit dem Kreis setzen wir die Endposition (diese Methodesetzt noch die Anfangs- und Endzeit in die Klammern, aber das stört nicht).
\move(<x1>,<y1>, <x2>, <y2>,
.. <t1>, <t2>)
Genau wue die Zeilenbewegung oben, nur dass die Bewegung auf den Zeitintervall (t1,t2) eingeschränkt ist. Es läuft in 3 Phasen:
  1. bis t1 bliebt es stehen bei (x1,y1)
  2. von t1 bis t2 bewegt es sich von (x1,y1) bis (x2,y2)
  3. ab t2 bleibt es stehen bei (x2,y2)
Wie im obigen \move kann man auch das hier per Bildschirm regeln, nur das wir hier die Anfangs- und Endzeit verändern. Also nachdem wir wie oben die Startposition gesetzt haben, spielen wir nicht per Play ab, sondern klicken unterm Video-Fenster auf die Zeitleiste und klicken uns mit den Pfeiltasten auf der Tastatur bis zum ersten Bild wo die Bewegung anfängt. Ein einziger Klick auf das Rechteck übernimmt diese Zeit als Anfangszeit. Dann klicken wir uns weiter bis zum Bild vor wo die Bewegung endet. Mit dem Kreis setzen wir die Endposition und übernehmen damit gleichzeitig diese Zeit als Endzeit. Mit Play kontrollieren wie die Bewegung und korrigieren eventuell.
\mover(<x1,y1,x2,y2,winkel1,winkel2,
radius1,radius2[,t1,t2]>
)
Tag der Mod-Familie. Kreisförmige oder ovale Bewegung.
\moves3(<x1,x2,
x2,y2,x3,y3[,t1,t2]>
)
Tag der Mod-Familie. Bewegung entlang eines Bogens, eines 3-Punkt-Splines. Ein paar Spline-Kurven mit Assdraw gezeichnet und man entwickelt das Gefühl dafür. (x1,x2) ist der Anfangspunkt, (x3,y3) ist der Endpunkt. Der mittlere Punkt (x2,y2) dient nur dazu um die Krümmung des Bogens festzulegen.
\moves4(<x1,x2,x2,y2,
x3,y3,x4,y4[,t1,t2]>
)
Tag der Mod-Familie. Durch den zusätzlichen Kontrollpunkt veglichen mit moves3, kann man hiermit S-förmige Laufbahnen erzeugen. (x1,x2) ist der Anfangspunkt, (x4,y4) ist der Endpunkt. Die zwei mittleren Punkte erzeugen die Kurven.
\distort(<x1,y1,x2,y2,x3,y3>) Tag der Mod-Familie. Bewirkt so ähnliche Effekte, wie die Sätze am Anfang von Star Wars. (Bild wird nachgereicht)
\jitter(<links,rechts,
hoch,runter,dauer[,seed]>
)
Tag der Mod-Familie. Bewirkt ein Schütteln des Textes, der maximale Ausschlag wird durch die Argumente festgelegt. Mit /t kombinierbar.
\fad(<t1>,<t2>) Die Zeile wird ein- und ausgeblendet. Das Einblendet läuft die ersten t1-Millisekunden, das Ausblenden die letzten t2-Millisekunden
\fade( <a1>,<a2>,<a3>, <t1>,<t2>,<t3>, <t4>) Eine Erweiterung des obigen fad-Tags. Hier kann man mit a1-a3 die Durchsichtigkeitsgrade selber angeben, wenn der Text nicht ganz verschwinden soll wie oben. Es läuft in 3 Phasen:
  1. Zwischen den Millisekunden t1 und t2 ändert sich die Durchsichtigkeit von a1 auf a2
  2. Zwischen den Millisekunden t2 und t3 bleibt es bei a2
  3. Zwischen den Millisekunden t3 und t4 ändert sich die Durchsichtigkeit von a2 auf a3)
Die Durchsichtigkeitwerte laufen von 0 (volle Intensität) bis 255 (komplett unsichtbar)
{\k<Zeit>}Text Der Karaoke-Tag. Wenn seine <Zeit> kommt, wechselt die Farbe des Farbinneren des Textes von sekundär zu primär. Die Zeit wird hier aber in HUNDERTSTEL Sekunden angegeben, nicht in Millisekunden wie die obigen Tags.
z.Bsp: {\k32}Ko{\k27}ko{\k27}ro:
die ersten 0,32 Sekunden wechselt 'Ko' die Farbe im ganzen, dann die darauffolgendn 0,27s wechselt das 'ko', und in den 0,27s danach ist das 'ro' drann.
Dieses Timing zu erstellen ist der 1.Karaoke Schritt, und wird mit dem Karaoke-Knopf unter der Audio-Leiste erleichtert. Alles wird im Karaoke-Teil ausführlich erklärt.
{\kf<Zeit>} Text
Ähnlich wie der \k -Tag, nur hier wechselt die Farbe der Buchstabeninneren des Textes nicht wie dort im ganzen, sondern während der Dauer gleichmäßig von links nach rechts.
{\K<Zeit>} Text das selbe wie \kf (kann man ignorieren)
{\ko<Zeit>} Text ähnlich wie \kf, nur dass hier nicht das Buchstabeninnere gleichmäßig die Farbe wechselt, sondern die Umrandung. Für kleinere Spielereien nützlich.
\t([<t1>,<t2>,] [<Beschleunigung>,] <Eigenschafts-Tag>) Hinweis: Seit der 2.1.2er Version, macht das \t-Tag Probleme, wenn nach seiner Klammer noch Leerzeichen kommen. Aegisub zeigt den Effect dann nicht im Video-Fenster) Transformation, das mächtigste aller Tags. Das Eigenschafts-Tag wird langsam realisiert, anstatt dass es auf einmal einsetzt.
  1. t1, t2 ... Zeitbeschränkung (optional). Gibt man diese an, verändert sich die Eigenschaft . von der t1-ten zur t2-ten Millisekunde. Lässt man die Zeiten weg, ändert sich die Eigenschaft von Anfang bis Ende der Zeilendauer.
  2. Beschleunigung (optional). Normalerweise läuft die Veränderung gleichmäßig, aber mit diesem Wert kann man die Geschwindigkeit exponieren.
    • Werte zwischen 0 und 1 (zB 0.5) lassen es schneller anfangen, und langsamer aufhören
    • Der Wert 1 steht für gleichmäßig, das selbe wie wenn man es ganz weglässt.
    • Werte ab 1 lassen es langsamer anfangen und schneller beenden.
  3. Eigenschafts-Tag. Die Folgenden Tags werden unterstützt:
    • Farbtags: \c,\1c,\2c,\3c,\4c
    • Durchsichtigkeitstags \alpha,\1a,\2a,\3a,\4a
    • Fontgrößen-Tags \fs,\fscx,\fscy,\fsp,\bord,\shad
    • Fontrotations-Tags \frx,\fry,\frz
    • Zeichentags: \clip (nur Rechtecke)
Beispiele:
  • {\an5 \t(\frz3600)}Text ... Der Text dreht sich gleichmäßig während der ganzen Zeilendauer um 3600°, also 10mal im Kreis (\an5 besagt nur dass es sich um die Textmitte drehen soll)
  • {\an5 \t(0,5000,\frz3600)}Text ... Das selbe wie oben, nur nicht die ganze Zeit durch, sondern nur von der 0-ten bis zur 5000-ten Millisekunde.
  • {\an5 \t(0,5000,0.5,\frz3600)}Text ... Jetzt kommt nur noch die Beschleunigung dazu: 0.5 liegt im Bereich wo schnell anfängt, langsam endet.
Dieser Tag besonders bei Karaoke-Effekten genützt (wird auch dort genauer beschrieben).
Ein weiteres Anwendungsgebiet: eine Alternative zu \move-Tags. Da diese keinen Beschleunigungsfaktor haben, kann man das Transformations- mit einem Rotations-Tag kombinieren. Wenn man vorher mit \org das Zentrum der Rotation sehr entfernt setzt (so 100.000 Pixel entfernt), wird die Rotation so flach, dass keiner einen Unterschied zu move erkennt, man für diese aber eine Beschleunigung setzen kann. Den Ursprung muss man nur immer senkrecht zur Bewegungsgeraden sehr entfernt setzen, bei waagerechten Bewegungen sehr weit oben (\org(x,100000)), bei senkrechten Bewegungen sehr weit nach links (\org(100000,y)), nur bei schrägen Bewegungen könnte etwas Geometrie gefragt sein. Natürlich darf man dann nur sehr kleine Winkel benutzen, die im 0,0.. Bereich liegen.


ZEICHENTAGS


\clip(<x1>,<y1>, <x2>, <y2>) Hiermit geben wir einen rechteckigen unsichtbaren Rahmen an. Nur der Teil des darauffolgenden Textes wird angezeigt der in diesem Rahmen liegt. Der Textteil außerhalb bleibt unsichtbar (auch wenn es mittem im Buchstaben liegt).
Der Punkt (x1,y1) gibt zum Beispiel die obere linke Ecke, (x2,y2) die untere Rechte Ecke. Diese Daten reichen aus um die anderen Ecken zu berechnen. Anstatt die Punkte selber zu tippen, kann man links neben dem Video-Fenster das Feld Clip subtitles to a rectangle (schneide die Untertitel auf ein Rechteck zu) wählen, und einfach die Eckpunkte des Rechtecks dorthin setzen wo man will.
\clip([<Skala>,] <Zeichnung>) Genau wie beim obigen \clip kann man links neben dem Video-Fenster das Feld clip subtitles to a vectorial area (schneide die Untertitel auf ein Verktor-Feld zu) aktivieren und dann Punkt für Punkt die Feldumrandungbestimmen. Trotzdem, hier die manuelle Erklärung:
Der obere clip-Tag gibt nur ein Rechteck an, hier kann man sich komplizierte Gebilde basteln. Dieses \clip kann aber nicht im Vergleich zum obigen im Transformations-Tag \t benutzt werden.
Warnung: der VSFilter 2.37 im Aegisub-Ordner hat manchmal Probleme damit. Wenn das auftritt sollte man ihn gegen die Verion 2.35 austauschen (die 2.36 hatte andere Probleme). Vermutlich eine ältere Warnung, trat bei mir nie auf.
  1. Die <Skala> der Feineinteilung: Diese Teilt die Bildschirmpixel noch feiner ein, um genauerePunkte festzulegen. Die Optionen sind:
    • 1 für die normale Pixeldichte
    • 2 vervierfacht die Dichte
    • 4 verachtfacht die Dichte
  2. Die <Zeichnung> wird durch eine Liste von Befehlen angegeben:
    • m <x> <y> ... Das lässt den 'Pinsel' zum Punkt (x,y) springen, ohne dahin eine Linie zu ziehen. Damit setzt man normalerweise den Anfangspunkt. Wenn er später irgendwo gestzt wird, schliesst das Programm die vorherige Form, weil er annimmt dass man jetzt eine andere Form zeichnet. Da man für neue Formen lieber eine extra Zeile anfangen sollte, habe ich diese immer nur für den Anfangspunkt benutzt.
    • n <x,y> ... Ähnlich wie m, nur dass hier nach dem Sprung die vorherige Form nicht geschlossen wird.
    • l <x,y> ... l wie Linie. Dementsprechend zieht dieses Kommando eine Linie vom vorrigen Punkt bis (x,y)
    • Hier fangen die Kurven an, die man durch mathematische Bezier-Kurven annähert (auch wenn man dafür eher Aegisubs Zeichen-Tool AssDraw benutzt, dass dabei ist): Bezierkurve & Spline
      • b <x1,y1> <x2,y2> <x3,y3> ... Eine Bezier-Kurve 3.Grades, für die man entsprechend 3 Punkte benötigt: (x1,y1), (x2,y2), (x3,y3).
        Je spitzer der schwarze Winkel ist der von den drei Punkten bestimmt wird, desto ovaler wird die entstehende Beziehkurve. Wählt man die Punkte so dass ein rechter Winkel entsteht (z.Bsp (0,100), (0,0), (100,0)), dann erhält man ein Viertel eines echten Kreises. Durch vier solcher Bezier-Kurven kann man also einen 'echten' Kreis bilden.
      • b <x1,y1> ... <xn,yn> mit n>3 ... ein Bezier-Spline n-ter Ordnung.
        Das ist eine Eweiterung des vorrigen Falls, wenn man mehr als 3 Punkte nimmt. Es werden immer drei hintereinanderfolgende Punkte genommen und die zu einer Bezierkurve geformt. Die einzelnen Bezierkurven werden hier dann zu einer durchgehenden Kurve (Bezierspline) angenähert, so dass es so fließend wie möglich wird. In unserer Zeichnung haben wir einen 4-pünktigen Bezierspline b x1,y1,x2,y2,x3,y3,x4,y4. Zuerst wird also die Berzierkurve der ersten 3 Punkte (x1,y1), (x2,y2), (x3,y3) eine Berzierkurve gebildet (im Bild die untere durchgestrichene Kurve). Dann lässt man den ersten Punkt weg und nimmt die nächsten 3 Punkte (x2,y2),(x3,y3),(x4,y4) und bildet getrennt eine zweite Berzierkurve (die obere durchgestrichene Kurve). Aus diesen zweien wird jetzt ein Spline gebildet, indem man einen fließenden Übergang dazwischen schafft. So bekommt man diese durchgehend rote Linie, die etwas an ein Polynom 3.Grades erinnert. Mit jedem weiteren Punkt kommt eine weiterer Schwung in der Linie dazu.
      • p<x,y> ... Hiermit wird ein weiterer Punkt zu dem davorstehendem Bezier-Spline dazugetan. Etwas überflüssig, denn man kann ja die Koordinaten einfach am Ende des Beziers dazu schreiben kann, ohne das p.
      • s <x1, y1> ... <xn,yn> ... Eine Erweiterung des b-Befehls, bei dem man nicht nur 2 dazwischenliegende Hilfspunkte hat um den Kurv-Verlauf zu regulieren. Leider wird dieser noch nicht vom Zeichenprogramm AssDraw unterstützt.
      • c ... Das schließt einfach den Bezierspline am Ende, ohne jegliche weitere Argumente.
\iclip(Form)
Während \clip nur das zeigt was innerhalb der geometrischen Form ist, zeigt \iclip nur das was außerhalb liegt. Genauso wie bei \clip kann man entweder mit 2 Punkten ein Rechteck auswählen, oder mit den Zeichenbefehlen eine andere Form zeichnen.
\movevc(<x1,y1>)
\movevc(<x1,y1,x2,y2[,t1,t2]>)
Tag der Mod-Familie. Während das \move die Buchstaben bewegt, doch leider die \clip und \iclip-Fenster stehen ließ, bewegt dieses Tag genau diese (Buchstaben bleiben stehen).
{\p<Skala>}<Zeichung> Diese Tags dienen dem Zeichen, ähnlich den oben, nur wird hier dass das wir Zeichnen sichtbar und schneidet nichts weg. Die Farbe des Objekts ist die selbe wie die Primärfarbe des Zeilenstyles, auch die Umrandungsfarbe\dicke, Schattenfarbe\dicke wird übernommen. Er benutzt folgende Parameter:
  • Die <Skala> setzt die genau wie oben beim \clip-Tag die Auflösung des Gitternetzes:
    • \p1 ... normale Auflösung der Bildpixel (reicht meistens)
    • \p2 ... vervierfacht die Auflösung (Die x und y Koordinaten verdoppeln sich)
    • \p3 ... verachtfacht die Auflösung
    • \p0 ... beendet die Zeichnung, immer am Ende des Zeichnens setzen.
  • Die <Zeichnung> wird genau wie oben im \clip-Tag gebastelt.
\pbo<Zahl> Verschiebt die ganze Zeichung um Zahl an Pixeln hoch oder runter, je nach Vorzeichen der Zahl z.Bsp \pbo100 verschiebt um 100 Pixel hoch, \pbo-50 alles um 50 Pixel runter. Ist aber völlig unnötig, da man die ganze Zeichnung auch einfach mit dem Fadenkreuz im Bild herumschieben kann.
\$img(<PNG-Pfad
[,xoffset,yoffset]>
Tag der Mod-Familie. Anstatt dem Farbfüllen einer mit \p1 gezeichneten Form, wird dessen Hintergrund durch ein wiederholtes aneinanderreihen der Bild-Datei ausgefüllt. Die Datei muss eine .png Datei sein, mit 24 oder 32 bits Farbtiefe. (Noch nicht gestestet).

Die Zeichentags werden kaum manuell benutzt. Für die einfacheren Formen benutzt man einfach die clip subtitles..-Tasten am linken Rand des Video-Fensters. Es gibt eine einfacherere für Rechtecke (rectangles), und eine für komliziertere Gebilde (vectorial area). Die dazugehörigen Befehle und Koordinaten werden dann einfach in die Zeile eingetragen, in der Form {...\clip(m 113 107 l 168 89 194 131 146 177)...} (die Pünktchen stehen nur für deine restlichen Tags, die du da haben magst). Für Zeichnungen (wie Schilder, usw.) gibt es keine Extra-Taste, aber man kann die Form mit clip subtitles to vectorial area erstellen, und das clip-Tag einfach in eine Zeichnung umbauen, und zwar folgenderweise:
Aus {...\clip(m 113 107 l 168 89 194 131 146 177)...} machst du einfach {...\p1}m 113 107 l 168 89 194 131 146 177{\p0}. Das heißt aus dem \clip-Tag machst du das Zeichen-Tag \p1, und die Zeichen-Befehle und Koordinaten nimmst du aus der geschwungenen Tag-Klammer raus, und das \p0 beendet die Zeichnung. Diese lässt sich dann mit den Positions- und Bewegungs-Tags dorthin im Bild setzen, wohin sie gehört. Die Farbe des Schildes und andere Atribute setzt du mit weiteren Tags vor das \p1-Tag.

Für präzisere Arbeit wird mit Aegisub das AssDraw-Tool mitgeliefert (Bedienung unter Verschiedenes erklärt).